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Rathaus Bad Karlshafen
Hafenplatz 8
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KONTAKT Hafenbetrieb

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Weserstraße 19
34385 Bad Karlshafen
Tel. 05672 92 26 140
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Nach der im Jahr 2019 erfolgten Wiederanbindung des historischen Hafens an die Weser geht es auch 2020/21 mit Bauarbeiten rund um den Hafen in der historischen Stadtmitte von Bad Karlshafen weiter: der letzte Abschnitt der Hafenmauer wird saniert, der Gewässerzustand verbessert und das Hafenumfeld umgestaltet. Dabei bemüht sich die Stadt Bad Karlshafen um möglichst geringe Einschränkungen für Bürger und Gäste der Stadt und informiert hier über den aktuellen Stand.

Der Hafenbetrieb im Barockhafen ist ab dem 26. Juni trotz Bauarbeiten wieder möglich, Informationen dazu gibt es bei der Tourist-Information.

 

Stand Hafenmauersanierung

Der Landesbetrieb Immobilien in Hessen saniert im Jahr 2020 für die Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen den letzten Abschnitt der Hafenmauer im Bereich zwischen Bergstraße und Lutherstraße (Schwaneninsel). Die Bauarbeiten sind in vollem Gange.

Mit Baubeginn am 16.03.2020 wurden die vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen beauftragten Arbeiten zur Sanierung der denkmalgeschützten Hafenmauern in Bad Karlshafen wieder aufgenommen. Mit der Umsetzung des letzten Bauabschnitts wird die denkmalgerechte Instandsetzung der Mauern abgeschlossen. Im Zuge der Bauausführung wird es zu Verkehrseinschränkungen am Hafenplatz kommen. Die Baumaßnahme soll planmäßig bis Ende September 2020 fertiggestellt werden.

Ab September 2020 soll schließlich auch der letzte Mauerabschnitt des Kanals im Bereich des Invalidenhauses zwischen Carlstraße und Mühlgraben durch das Land saniert werden. Hierfür wurde bereits an der Carlstraßenbrücke und am Entnahmebauwerk Dämme für die spätere Wasserhaltung eingebaut.

 

Stand Umgestaltung Hafenumfeld

Die Gesamtanlage rund um den Hafen wird von der Stadt Bad Karlshafen ab 2020 aufgewertet, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Ausschreibung und Vergabe der Leistungen (Lieferung Linden; Lieferung Natursteine; Bauausführung) ist bereits erfolgt. Der Baubeginn ist für das Ende der Saison im Oktober 2020 vorgesehen.

Mit der Umgestaltung des Hafenumfeldes soll der denkmalgeschützte Stadtkern rund um das Hafenbecken eine angemessene Aufwertung erhalten. Dabei soll die Gesamtanlage wieder neu erlebbar gemacht und die Aufenthaltsqualität für Einwohner und Gäste inmitten der historischen Altstadt und direkt am Wasser erhöht werden.

Die Umgestaltung des Hafenumfeldes ist Teil der von der Bundesrepublik Deutschland als Nationales Projekt des Städtebaus mit 3,55 Mio. Euro geförderten Maßnahme „Wir sind offen – Revitalisierung der barocken Planstadt“. Die Planungen zur Neugestaltung des Hafenumfeldes werden weiterhin aus Mitteln der EU (EFRE) und des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz/Lebendige Zentren gefördert.

Mit den Planungen zur Neugestaltung des Hafenumfeldes ist die Ingenieurgemeinschaft GTL (Kassel) und Oppermann (Vellmar) beauftragt.

Die Entwurfsplanung wurde in mehreren Gesprächen und Sitzungen mit der Stadt, dem Denkmalschutz, der Lenkungsgruppe, Gastronomen und Anliegern abgestimmt. Auf der Rathausseite des Hafenplatzes (Wendehammer Invalidenstraße) wurde eine Musterfläche für die Oberflächengestaltung angelegt.

Zum Download: Präsentation der Entwurfsplanung

 

Gewässerzustand Hafen

Im vergangenen Jahr hatte ein plötzliches Algenwachstum im Sommer den Hafenbetrieb eingeschränkt. Um in Zukunft einem solch starken Algenwachstum vorzubeugen, hatte die Stadt Bad Karlshafen gemeinsam mit der Hessischen Schlösserverwaltung Frau PD Dr. Heike Zimmermann-Timm vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität in Frankfurt/Main mit einer Analyse der Gewässersituation beauftragt.
Durch die Frankfurter Forscher wurden Untersuchungen der Gewässersituation vorgenommen. Die Analysen haben gezeigt, dass das Wasser im Hafenbecken einen hohen Nährstoffgehalt hat, der das Algenwachstum fördert. Außerdem wurde festgestellt, dass der Nährstoffeintrag in den Hafen über den Zufluss (Diemel/Mühlgraben) erfolgt.

Als Maßnahme zur Verbesserung des Ökosystems und der Wasserqualität im Hafen wurde daraufhin die Ansiedlung von Wasserpflanzen empfohlen. Dazu wurde im Juni zunächst eine Kiesschicht im Zulaufkanal zwischen der Teufelsbrücke und der Carlstraße eingebracht, auf der anschließend 4.800 Wasserpflanzen wie Schilf, Rohrkolben und Binsen angepflanzt wurden. Damit sollen das Ökosystem des Hafens verbessert und nach dem Prinzip einer biologischen Kläranlage dem von der Diemel zulaufenden Wasser die Nährstoffe entzogen werden. Außerdem soll mit dieser Maßnahme verhindert werden, dass es in Zukunft wieder zu einem solch extremen Algenwachstum wie im vergangenen Jahr kommt. Für die etwa 30.000 Euro kostende Maßnahme zur Verbesserung des Ökosystems im Hafenbecken erhält die Stadt Bad Karlshafen eine Landeszuwendung als Vollfinanzierung aus Mitteln des Ersatzgeldes nach dem Bundesnaturschutzgesetz.

Die vorhandenen Algen werden zwar nicht sofort verschwinden und sollen abgeschöpft werden, langfristig sollen die nun anwachsenden Wasserpflanzen ein Nachwachsen der Algen aber verhindern.