bi 2002 hundekotbeutelspender 1746

KONTAKT

Rathaus Bad Karlshafen
Hafenplatz 8
34385 Bad Karlshafen
Tel. 05672 9999-0
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 

Nach der im Jahr 2019 erfolgten Wiederanbindung des historischen Hafens an die Weser geht es auch 2020/21 mit Bauarbeiten rund um den Hafen in der historischen Stadtmitte von Bad Karlshafen weiter: der letzte Abschnitt der Hafenmauer wird saniert, der Gewässerzustand verbessert und das Hafenumfeld umgestaltet. Dabei bemüht sich die Stadt Bad Karlshafen um möglichst geringe Einschränkungen für Bürger und Gäste der Stadt und informiert hier über den aktuellen Stand.

Stand Hafenmauersanierung

Der Landesbetrieb Immobilien in Hessen saniert im Jahr 2020 für die Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen den letzten Abschnitt der Hafenmauer im Bereich zwischen Bergstraße und Lutherstraße (Schwaneninsel). Die Bauarbeiten sind in vollem Gange.

Mit Baubeginn am 16.03.2020 werden die vom Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen beauftragten Arbeiten zur Sanierung der denkmalgeschützten Hafenmauern in Bad Karlshafen wiederaufgenommen. Mit der Umsetzung des letzten Bauabschnitts wird die denkmalgerechte Instandsetzung der Mauern abgeschlossen. Im Zuge der Bauausführung wird es zu Verkehrseinschränkungen am Hafenplatz kommen. Vom 2.4.2020 bis zum 19.6.2020 ist eine zeitweise Vollsperrung der Conradistraße im Kreuzungsbereich zur Bergstraße vorgesehen. Die Baumaßnahme soll planmäßig bis Ende September 2020 fertiggestellt werden.

 

Gewässerzustand Hafen

Im vergangenen Jahr hatte ein plötzliches Algenwachstum im Sommer den Hafenbetrieb eingeschränkt. Um in Zukunft einem solch starken Algenwachstum vorzubeugen, hatte die Stadt Bad Karlshafen gemeinsam mit der Hessischen Schlösserverwaltung Frau PD Dr. Heike Zimmermann-Timm vom Institut für Ökologie, Evolution und Diversität der Goethe-Universität in Frankfurt/Main mit einer Analyse der Gewässersituation beauftragt. Nun liegen erste Untersuchungsergebnisse vor.
Durch die Frankfurter Forscherin wurden – soweit es durch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie möglich war – erste Untersuchungen der Gewässersituation vorgenommen. Die Analysen haben gezeigt, dass das Wasser im Hafenbecken einen hohen Nährstoffgehalt hat, der das Algenwachstum fördert. Außerdem wurde festgestellt, dass der Nährstoffeintrag in den Hafen über den Zufluss (Diemel/Mühlgraben) erfolgt.
Zur Einrichtung der Baustelle zur Sanierung der Hafenmauer im Bereich der Schwaneninsel war im März der Wasserstand im Hafen reduziert worden. Ursprünglich war vorgesehen, zu Beginn der Saison an Ostern den Hafen wieder zu fluten. Um einen weiteren Nährstoffeintrag zu verhindern, wurde auf Empfehlung der Experten zunächst auf die Anhebung des Wasserstandes im Hafenbecken verzichtet, um parallel Möglichkeiten zu prüfen, wie der Nährstoffgehalt bzw. der Nährstoffeintrag kurzfristig gesenkt werden kann.
Als Ergebnis ist in einem ersten Schritt in den nächsten Wochen die Ansiedlung von Wasserpflanzen im Bereich des Landgraf-Carl-Kanals entlang der Conradistraße/Invalidenstraße vorgesehen. Nach dem Prinzip einer biologischen Kläranlage sollen damit dem zulaufenden Wasser die Nährstoffe entzogen werden. Die dafür notwendigen Schritte werden von der Stadt in Absprache mit der Uni Frankfurt und der Schlösserverwaltung sowie der Bad Karlshafen GmbH als Betreiber in die Wege geleitet. Ziel ist es, das Frühjahr und die derzeitige Situation durch den abgesenkten Wasserstand sowie die touristischen Einschränkungen der Corona-Pandemie zu nutzen, um im Sommer wieder einen regulären Hafenbetreib zu ermöglichen

 

Stand Umgestaltung Hafenumfeld

Die Gesamtanlage rund um den Hafen wird von der Stadt Bad Karlshafen ab 2020 aufgewertet, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Planunterlagen für die Umgestaltung des Hafenumfeldes liegen derzeit zur baufachlichen Prüfung durch den Fördermittelgeber bei der Oberfinanzdirektion vor. Bei entsprechender Freigabe sollen im nächsten Schritt die Ausschreibungen der Gewerke erfolgen. Der Baubeginn ist für das Ende der Saison im September 2020 vorgesehen.

Mit der Umgestaltung des Hafenumfeldes soll der denkmalgeschützte Stadtkern rund um das Hafenbecken eine angemessene Aufwertung erhalten. Dabei soll die Gesamtanlage wieder neu erlebbar gemacht und die Aufenthaltsqualität für Einwohner und Gäste inmitten der historischen Altstadt und direkt am Wasser erhöht werden.

Die Umgestaltung des Hafenumfeldes ist Teil der von der Bundesrepublik Deutschland als Nationales Projekt des Städtebaus mit 3,55 Mio. Euro geförderten Maßnahme „Wir sind offen – Revitalisierung der barocken Planstadt“. Die Planungen zur Neugestaltung des Hafenumfeldes werden weiterhin aus Mitteln der EU (EFRE) und des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz/Lebendige Zentren gefördert.

Mit den Planungen zur Neugestaltung des Hafenumfeldes ist die Ingenieurgemeinschaft GTL (Kassel) und Oppermann (Vellmar) beauftragt.

Die Entwurfsplanung wurde in mehreren Gesprächen und Sitzungen mit der Stadt, dem Denkmalschutz, der Lenkungsgruppe, Gastronomen und Anliegern abgestimmt.

Zum Download: Präsentation der Entwurfsplanung