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Profil und Geschichte
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Profil |
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Geschichte |
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Historischer Rundgang durch die
Stadt |
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Ehrenbürger |
Profil
1838 wurde Bad
Karlshafen Heil- und Kurort. Seit diesem Zeitpunkt reisen Erholungssuchende zur Pflege der Gesundheit bei allen Erkrankungen der
Atemwege an. Der Stadt wurde 1977 der offizielle Titel
"Bad" verliehen. Dieser Titel trug zu einer weiteren positiven
Entwicklung des Tourismus der Stadt bei. Weit über 40.000 Gäste besuchen
jährlich diese Stadt. Das große Potential an Landschaft, Geschichte,
Natur und Solequellen der Stadt muss in Zukunft weiter genutzt werden, um
die Kommune voranzubringen.
Ein weiteres Ziel ist es
die Einwohnerzahl auf über 5000 zu bringen, damit sich die großen
Dienstleister (Banken, Versicherungen, Krankenkassen usw.) nicht weiter
aus der Fläche zurückziehen.
Die Stadt Bad Karlshafen
verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur in Bezug auf Wasserver-
und -entsorgung, Verkehrsanbindung, Parkplatzangebot und vieles mehr.
Viele Persönlichkeiten haben der Kommune ihr jetziges Erscheinungsbild
gegeben. Z.B. Walter Liebetrau (Musikdirektor a. D.), Konrand Bönning
(Stifter des Glockenspiels im Rathausturm), Karl-Heinz Krebs (Fabrikant).

Geschichte
Um 1699 entstand Bad
Karlshafen, damals Sieburg genannt. Der zu der Zeit regierende Landgraf
Carl zu Hessen plante schon einige Jahre vorher den Aufbau einer
leistungsfähigen Textilindustrie, die dem Ausland gegenüber
konkurrenzfähig sein sollte. Er entschied sich als Standort für den
nördlichsten Teil seines Landes. 1685 holte er französische
Glaubensflüchtlinge nach Hessen. Sie sollten ihm helfen, eine
handelsfähige Stadt zu errichten. Die ersten Hugenotten wurden zunächst
in Helmarshausen untergebracht, siedelten aber kurze Zeit später von
Helmarshausen nach Sieburg über. Die Stadt wurde aufgebaut, es entstanden
1704 das Invalidenhaus, welches ein Altersheim für kriegsinvalide
Offiziere und Mannschaften des hessischen Heeres werden sollte. 1713
begann der Bau der Hafenanlagen. Der Landgraf wollte das Karlshafen die
hessische Industrie- und Handelsstadt wird. Der Bau der Hafenanlagen
sollte den direkten Zugang zur Weser ermöglichen. Der Landgraf wollte dem
teuren Stapelrecht der hannoverschen Stadt Münden umgehen und für Hessen
eine Verbindungsmöglichkeit mit dem Meer schaffen. 2 Jahre später
entstand das Pack- und Rathaus, welches mitten im Stadtkern am Hafen
gebaut wurde.
1717 hatte man zu Ehren des
Gründers der Stadt, Sieburg durch Carlshaven ersetzt. 1730 entdeckte dann
der hugenottische Apotheker Jacques Galland die Solequellen. Er erkannte
die Bedeutung seiner Entdeckung und berichtete der landgräflichen
Regierung von seinem Fund. Die Quelle wurde gefasst. 1763 wurde eine Saline, bestehend aus Pumpwerk und drei Gradierwerken aufgebaut. Es begann
der Handel mit Salz. 1838 floriert der Bade- und Kurbetrieb in Karlshafen.
Die Solequellen werden zu Kurzwecken genutzt.
Die kommunale Gebietsreform
brachte dann 1972 den Zusammenschluss von Bad Karlshafen und Helmarshausen.
1 Jahr später begann der
Bau der Kuranlagen mit dem Ziel, Karlshafen zu "Bad" Karlshafen
zu verhelfen. Nach Fertigstellung der Kuranlagen wird im Jahre 1977 der
Stadt der Titel "BAD" dann auch zuerkannt. Zwischenzeitlich
erhielt auch Helmarshausen eine Qualifikation. Helmarshausen wurde
staatlich anerkannter Luftkurort. 1999 feierte Bad Karlshafen das 300
jährige Jubiläum. Dies wurde mit vielfältigen Veranstaltungen aller Art
(Stehender Festzug, Barockspektakel, Hafenfestspiele, Hugenottenmarkt usw.)
gefeiert.
Auch Helmarshausen weißt
über eine 1000-jährige Geschichte auf. 944 gab es die erste
Erwähnung des Königshofes "Helmerateshusa". 997 war
Helmarshausen im Besitz des Grafen Eckhard, der zusammen mit seiner Frau
Mathilda das Benediktinerkloster Helmarshausen stiftete. Das Kloster wurde
als Reichsabtei ausgestattet. Als freie Reichsabtei ging diese 1017 an das
Bistum Paderborn über. Die Übergabe erwies sich als recht günstig, denn
in den folgenden 175 Jahren erlebte das Kloster seine höchste Blütezeit.
1080 gelang es dem Abt die wirtschaftliche Stellung des Klosters so zu
festigen, dass große Bauvorhaben durchgeführt werden konnten. Im Kloster
selbst entwickelten sich bedeutende Kunstwerkstätten, in denen um 1100
der geniale Künstler Mönch Roger vornehmlich als Goldschmied tätig war.
1175 entstand das Evangeliar Heinrich des Löwen, welches heute als
Faksimile Ausgabe in der Stadtkirche Helmarshausen zu besehen ist. 1254
erhielt Helmarshausen das Stadtrecht.

Historischer Rundgang
durch die Stadt
Ansicht
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Der Bau dieser Stadt -errichtet im Stil des
bürgerlichen Barocks- ist aus zwei Gründen durch den Landgraf Carl zu
Hessen ermöglicht worden: Einerseits war eine direkte Kanalverbindung der
Nordspitze der Landgrafschaft Hessen mit der Residenzstadt Kassel geplant,
andererseits sollte eine Siedlung für die französischen
Glaubensflüchtlinge, die Hugenotten, geschaffen werden.
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Der Ausgangspunkt
unseres Rundganges ist das Rathaus am Hafenplatz, das ursprünglich
als Pack- und Lagerhaus diente. Die Buchstaben CLZH an der Front
bedeuten: Carl Landgraf zu Hessen.
Heute befinden sich im Erdgeschoss die Tourist-Information, der
Gästeraum sowie das Idealmodell der Stadtanlage. Im Obergeschoss
ist die Stadtverwaltung untergebracht. Den Mittelteil nimmt der
barocke Landgrafensaal ein, in dem Konzerte, Vorträge,
Eheschließungen und Sitzungen des Stadtrates stattfinden. |
Vor dem Rathaus sehen Sie
das historische Hafenbecken. An der rechten Ecke dieser Häuserzeile
erkenne Sie das ehemalige Zollhaus. Das Wappen über der Eingangstür ist
dem Erbauer, Landgraf Friedrich zu Hessen, gewidmet. Der Blick fällt auf
das Hotel Zum Schwan, das ehemalige Jagdschloss der Landgrafen. Wenn Sie
dem Kanal folgen, erreichen Sie das Invalidenhaus, das als Altersruhesitz
für Offiziere und Mannschaften des hessischen Heeres erricht wurde.
Am Ende der Straße erkennen Sie die Antriebsachse einer Dampflok, die an
die älteste Bahnlinie Hessen, die Friedrich-Wilhelm-Nordbahn (1848-1966)
erinnert.
Biegen Sie nach rechts in die Weserstraße ein, nach ca. 100 m erreichen
Sie das älteste Haus der Stadt (erbaut 1699; heute Gasthof "Landgraf
Carl").
Überqueren Sie die Weserstraße und gelangen an die Kaimauer, der alten
Schiffsent- und beladestelle. Rechts erkennen Sie die Schleusenanlage
zwischen Fluss und Hafenbecken. Über die Schleusenbrücke gehen Sie,
vorbei am Pegelhäuschen (Hochwassermarken) und dem Schiffsanleger, zur
Kurpromenade.
Auf der gegenüberliegenden Weserseite sehen Sie den Campingplatz und das
z. Zt. geschlossene Sole-Mineral-Freibad. Folgen Sie dem Promenadenweg
unter der Brücke hindurch. Sie erreichen das moderne Kurzentrum mit
Gradierwerk. Hier befindet sich auch das Städtische Kurhaus, in dem
Veranstaltungen aller Art durchgeführt werden. Über den oberen
Promenadenweg gelangen Sie zur Weserbrücke und folgen der Weserstraße
stadteinwärts bis zur Fußgängerampel.
Hier biegen Sie links ab und gehen entlang der Häuserzeile, vorbei am
Denkmal für den Stadtgründer und der ehemaligen Thurn- und Taxisschen
Posthalterei. Der kleine Rundgang endet am Deutschen Hugenotten-Museum,
das in einer ehemaligen Tabakwarenfabrik untergebracht ist und weitere
Informationen zur Stadtgeschichte bietet.

Ehrenbürger
23.06.1833
Bürgermeister Carl Schomburg
In Würdigung der öffentlichen Wirksamkeit ums Vaterland seit dem Monate
September 1830
23.11.1860
Justizbeamter Ferdinand Calckhof
In Würdigung seines langjährigen Bestrebens zur Hebung und Erhaltung der
Wohlfahrt
28.06.1862
Praktikular Wilhelm Koch, Cassel
In Würdigung seiner großen Humanität, besonders für hilfsbedürftige
Einwohner, während seines 30-jährigen Aufenthaltes in der Stadt.
19.01.1882
Johann Friedrich Kuhlenkamp, Bremen
Stifter des Glockenturmes am Triftweg
29.04.1913
Josef Davin, Bremen
Stifter des Hugenottenturmes
12.07.1957
Reinhold Liebetrau
25-jährige Tätigkeit als Kapellmeister der Musikkapelle der Freiwilligen
Feuerwehr sowie in Anerkennung seiner Verdienste um die kulturelle
Entwicklung der Stadt.
14.11.1970
Conrad Bönning
Stifter des Glockenspiels im Rathausturm
07.10.1982
Emma Staubesand
In Würdigung ihres Engagements und ihrer Verdienste auf dem Gebiet der
kommunalen Selbstverwaltung.
Helmarshausen
ohne Datum
Pfarrer Dönnich
In Würdigung seines Engagements für die Stadt
11.04.1872
Pfarrer Geis, Helmarshausen
In Würdigung seines Engagements für die Stadt
02.05.1952
Oskar Vetterlein, Helmarshausen
In Würdigung seiner 50-jährigen Tätigkeit als Stadtverordneter (ab 1945
kommissarischer Bürgermeister bis zur Wahl von Karl Hoppe). 1903
kandidierte er zum Reichstag.
24.08.2001
Alfred Moritz, Helmarshausen
In Würdigung seines Engagement für die Stadt und die Aufarbeitung und
Dokumentation der Stadtgeschichte

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